Termine

Stadtrundgänge | Veranstaltungen

12.10.2026 | 19:00 Uhr | Film und Vortrag im LiWu (Frieda 23): „Ungehorsam als Tugend – Das Wehrmachtsgefängnis Anklam und die Militärjustiz im Dritten Reich“

Montag
12
Oktober
Uhrzeit: 19:00 Uhr
Ort: LiWu (Friedrichstraße 23)
Preis: k.A. €
Ermäßigter Preis: k.A. €
Dauer: k.A. h

Ungehorsam als Tugend – Das Wehrmachtsgefängnis Anklam und die Militärjustiz im Dritten
Reich

Filmvorführung und Gespräch mit Jörg Herrmann

Ohne die Wehrmachtsjustiz im Zweiten Weltkrieg hätte der Eroberungs- und Vernichtungskrieg der Nazis kaum so lange andauern können. Ungefähr 25.000 vollstreckte Todesurteile – eine Bilanz, die selbst das Wirken des Volksgerichtshofes und der Sondergerichte in den Schatten stellt.
Steinerner Zeuge dieses dunklen Abschnitts ist das ehemalige Wehrmachtsgefängnis in Anklam. Bis zu 15.000 Häftlinge – mindestens 134 von ihnen wurden hingerichtet – durchlitten hier schwere Zeiten.
Der Dokumentarfilm beleuchtet dieses lange unter den Teppich gekehrte Kapitel. Und das Thema ist immer noch aktuell: Erst im September 2009 hat der Bundestag die Urteile wegen „Kriegsverrats“ als Unrecht aufgehoben, und nicht zuletzt angesichts der zunehmenden Auslandseinsätze der Bundeswehr gibt es wieder Bestrebungen, eine eigenständige Militärjustiz zu etablieren..
Eine Collage aus Trickfilmsequenzen, Briefwechseln, originalen Bild- und Tondokumenten, Gesprächen mit Historikern und Textprojektionen lässt ein dichtes und bedrückendes Bild dieser Zeit lebendig werden.

Buch & Regie: Jörg Herrmann
Kamera: Michael Donnerhak
Schnitt: Nico Sandhoff
Animationen: Alexej Tchernyi, Robert Kriegel
Musik: Christian Kuzio

eine Begleitveranstaltung zur Ausstellung im Kröpeliner Tor „Was damals Recht war…“ – Soldaten und Zivilisten vor Gerichten der Wehrmacht
(in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern)

14.10.2026 | 16:30 Uhr | Rundgang: „7 auf einen Streich. Sagenhaftes Rostock“

Mittwoch
14
Oktober
Uhrzeit: 16:30 Uhr
Ort: Kröpeliner Tor
Preis: 5 €
Ermäßigter Preis: 4 €
Dauer: 1,5 h

 

Die Besucher*innen der Führung erfahren unter anderem, warum der Teufel einen Jäger samt seiner Hundemeute holte, weshalb eine junge Frau dazu verdammt sein sollte, ständig Wasser zu trinken, und was es mit der Nase von Tycho Brahe auf sich hatte.
Diese und weitere Geschichten, auch um die Rostocker Zahl 7, bringt Birgit Wendt auf einem 90-minütigen Spaziergang durch die Rostocker Innenstadt näher.

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17.10.2026 | 10:30 Uhr | Rundgang: „Wohnen, Arbeit, Handel: Rostocks Straßen im Mittelalter und in der frühen Neuzeit“

Samstag
17
Oktober
Uhrzeit: 10:30 Uhr
Ort: Kröpeliner Tor
Preis: 5 €
Ermäßigter Preis: 4 €
Dauer: 1,5 h

Die meisten Straßen der Stadt pulsierten. Die Menschen lebten und arbeiteten hier, verkauften ihre Waren oder Dienstleistungen – auch an die Großkaufleute. Deren Fernhandel machte die Stadt groß, mächtig und reich, zu erkennen an den prächtigen Bürgerhäusern und repräsentativen Kirchen als Ausdruck ihres Glaubens sowie an den Hansekoggen im Hafen. Der Reichtum der Einen generierte aber die Armut der Anderen. Das brachte auch Konflikte mit sich.
Martin Eilitz führt durch einige dieser Straßen und erklärt jene vergangene Welt.

21.10.2026 | 15:00 Uhr | Rundgang: „Warnemünder Geschichte(n)“

Mittwoch
21
Oktober
Uhrzeit: 15:00 Uhr
Ort: vor der Vogtei Warnemünde
Preis: 5 €
Ermäßigter Preis: 4 €
Dauer: 1,5 h

Der Spaziergang führt durch das ehemalige Fischerdorf, das zum Seebad wurde und schnell die reine Badeidylle verlor. Gerd Hosch berichtet u.a. von Kapitäns- und Fischerhäusern, „Tüschen“, ortsansässigen Gaststätten und der Warnemünder Ursprünglichkeit, von der sich viel bewahrt hat.

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24.10.2026 | 10:30 Uhr | Rundgang: „Kunst und Architektur in der Stadt Rostock“

Samstag
24
Oktober
Uhrzeit: 10:30 Uhr
Ort: Kröpeliner Tor
Preis: 5 €
Ermäßigter Preis: 4 €
Dauer: 1,5 h

Auf diesem 90mintigen Spaziergang durch die Rostocker Innenstadt wird Birgit Wendt auf architektonische Besonderheiten an bekannten Bauten aufmerksam machen. Außerdem werden ausgewählte Skulpturen und Bildwerke erläutert sowie über die Erbauer und Künstler erzählt. Auch die Literatur wird eine Rolle spielen.

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27.10.2026 | 15:00 Uhr | Rundgang: „Rostock im Mittelalter“

Dienstag
27
Oktober
Uhrzeit: 15:00 Uhr
Ort: Kröpeliner Tor
Preis: 5 €
Ermäßigter Preis: 4 €
Dauer: 1,5 h

Bei einem Spaziergang durch die Altstadt erfahren die Besucher*innen von Dr. Ingo Koch, welche herausragenden Bauten geschaffen wurden, aber auch, wie die Menschen in Rostock zu dieser Zeit arbeiteten und lebten.

29.10.2026 | 19:00 Uhr | Vortrag und musikalische Werkbeispiele: „Der jüdische Komponist Robert Kahn in Feldberg (Mecklenburg) 1910-1939“

Donnerstag
29
Oktober
Uhrzeit: 19:00 Uhr
Ort: Kapitelsaal der HMT
Preis: 0 €
Ermäßigter Preis: 0 €
Dauer: ca. 1,5 h

Vortrag von Reinhard Wulfhorst und musikalische Werkbeispiele (Veranstaltung im Kapitelsaal der HMT)

Der jüdische Komponist Robert Kahn in Feldberg (Mecklenburg) 1910-1939

Im Zentrum des Vortrags von Reinhard Wulfhorst steht die dramatische Entwicklung, die das Leben von Robert Kahn auf Grund seiner jüdischen Abstammung im „Dritten Reich“ nahm: der Ausschluss aus der Akademie der Künste in Berlin, die wirtschaftliche Ausplünderung durch die Nationalsozialisten, die versuchten Schutzbemühungen mithilfe der Gestapo (!) und schließlich die Vertreibung ins britische Exil.
In dieser Zeit hielt sich Kahn kompositorisch mit dem Klavierzyklus „Tagebuch in Tönen“ aufrecht, aus dem Toby Olias Brechler, Klavierstudent an der HMT, einige Stücke spielen wird.
Dies allerdings ist nur der traurige Teil einer bewegenden Biografie: Die Künstlerpersönlichkeit Robert Kahn wird unter anderem auch durch die Freundschaften mit Johannes Brahms, Albert Einstein, Gerhart Hauptmann und Wilhelm Kempff lebendig.
Der mit zahlreichen Bildern illustrierte Vortrag beruht auf einem kürzlichen veröffentlichten Buch, das eine neue Sicht auf Robert Kahn und die Verfolgung jüdischer Künstler im Nationalsozialismus eröffnet und „sich stellenweise wie ein historischer Krimi“ liest (Berliner Morgenpost).
Dr. Reinhard Wulfhorst ist Inhaber des Musikverlages Edition Massonneau und Kulturpreisträger der Landeshauptstadt Schwerin.

Eine Veranstaltung der Geschichtswerkstatt Rostock e.V. in Kooperation mit der Jüdischen Gemeinde Rostock und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Mecklenburg-Vorpommern e.V. im Rahmen der 10. Jüdischen Kulturtage in Rostock

der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen

Bild: Robert Kahn. Ausschnitt Buchcover „Idylle und Vertreibung. Der jüdische Komponist Robert Kahn in Feldberg (Mecklenburg) 1910-1939“