Termine

Ausstellungen | Sonderausstellungen

07.02.2019 - 14.04.2019 | Sonderausstellung im Kröpeliner Tor

Datum: 07.02.2019 bis 14.04.2019
Ort: Kröpeliner Tor
Preis: 3 €
Ermäßigter Preis: 2 €

 

„Verboten und Verfolgt. Jehovas Zeugen im KZ Ravensbrück und in Haftanstalten der
DDR“. Eine Ausstellung der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück in Zusammenarbeit mit der
Beauftragten des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen
Diktatur (07. Februar bis 14.April)

„Die Bibelforscher waren eine Häftlingsgruppe in Ravensbrück, die eine geschlossene Überzeugungsgemeinschaft bildeten. [….] Ihre Kraft half ihnen, ihre menschliche Würde zu bewahren.“
(Margarete Buber-Neumann [1901-1989), 1940-1945 kommunistischer Häftling im KZ Ravensbrück, war Blockälteste bei den Bibelforscherinnen)

Die 2018 in der Gedenkstätte Ravensbrück erstmals gezeigte Ausstellung widmet sich Zeuginnen und Zeugen Jehovas, die im NS-Staat unter anderem im Konzentrationslager Ravensbrück inhaftiert und später in der DDR erneut verfolgt waren.
Von völkischen und nationalsozialistischen Kreisen wurden die Bibelforscherinnen und Bibelforscher bereits in den 1920er Jahren als „jüdische Bolschewisten“, „Volksverräter“ und „Kommunisten“ verunglimpft.
Rund 2.800 deutsche Zeuginnen und Zeugen Jehovas sowie 1.400 aus den besetzen Ländern wurden als „Schutzhäftlinge“ der Gestapo in die Konzentrationslager deportiert. Im KZ Ravensbrück waren bis zur Befreiung 782 weibliche und 218 männliche Bibelforscher inhaftiert.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die verfolgten Zeugen Jehovas in der Sowjetischen Besatzungszone als Opfer des Faschismus (OdF) anerkannt. Unmittelbar nach Gründung der DDR warf man ihnen jedoch „Kosmopolitismus“, „Boykotthetze“ und „Spionage für den Westen“ vor. Die Organisation wurde verboten, ihre Mitglieder verloren ihren Status als OdF und viele von ihnen wurden zu hohen Haftstrafen verurteilt. Nach Einführung der allgemeinen Wehrpflicht in der DDR (1962) wurden Zeugen Jehovas wegen der Totalverweigerung des Wehrdienstes vor Gericht gestellt und verurteilt. In der Bundesrepublik wurden sie zwischen 1960 und 1969 ebenfalls verurteilt, wenn sie auch den Ersatzdienst ablehnten.

Bildunterschrift:
Zeuginnen Jehovas arbeiteten 1939/40 in den Anlagen der SS-Siedlung und beim Straßenbau, hier beim Beladen von Loren, SS-Foto 1941.
Quelle: Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück/Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Foto-Nr. 1699.

Stadtrundgänge | Veranstaltungen

27.03.2019 | 19:00 Uhr | 40. Geschichtssalon

Mittwoch
27
März
Uhrzeit: 19:00 Uhr
Ort: Kröpeliner Tor
Preis: 3 €
Ermäßigter Preis: 2 €
Dauer: ca. 1,5-2 h

„Aberkannt! Die Verfolgung von Jehovas Zeugen im Nationalsozialismus und in der SBZ/DDR“
Buchvorstellung und Gespräch mit dem Autor Falk Bersch (Moderation: Dr. Ingo Koch)

03.04.2019 | 16:00 Uhr | Rundgang: Rostocker Kneipen, Lokale und Hotels

Mittwoch
03
April
Uhrzeit: 16:00 Uhr
Ort: Kröpeliner Tor
Preis: 5 €
Ermäßigter Preis: 4 €
Dauer: 1,5 h

Welche Rostocker Gaststätten waren vor 100 Jahren beliebt? Welche Veranstaltungen führte der „Mecklenburger Hof“ durch? Seit wann hat die „Kogge“ ihren jetzigen Namen? Diese sowie weitere Informationen zu alten Kneipen, Tanz- und Ausflugslokalen sowie zu Hotels gibt es in 90 Minuten Rundgang von Gerd Hosch.

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10.04.2019 | 16:00 Uhr | Rundgang: Mittelalterliches Handwerk in Rostock

Mittwoch
10
April
Uhrzeit: 16:00 Uhr
Ort: Kröpeliner Tor
Preis: 5 €
Ermäßigter Preis: 4 €
Dauer: 1,5 h

Janina Niedbala wird Rostocker*innen und Besucher*innen der Stadt vor allem an Orte in der Altstadt führen – hier zeugen allein schon die Straßennamen, welche an vielen Stellen (z.T. schon vergessene) Berufe bezeichnen, vom Leben und Arbeiten der Handwerker in dieser Stadt seit dem Mittelalter.

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14.04.2019 | 10:30 Uhr | Rundgang: Oft hingeschaut – doch nicht gesehen: Bemerkenswertes in der Langen Straße

Sonntag
14
April
Uhrzeit: 10:30 Uhr
Ort: Kröpeliner Tor
Preis: 5 €
Ermäßigter Preis: 4 €
Dauer: 1,5 h

Nach dem Zweiten Weltkrieg als neue, multifunktionale Hauptverkehrsachse zum Neuen Markt konzipiert, wird die Lange Straße ab 1953 in einem Gewand, das die Backsteingotik ebenso widerspiegelt wie den Zeitgeist, neu errichtet. Die Geschichte der Straße reicht aber wesentlich weiter zurück. Erfahren Sie Wissenswertes über ihre sichtbaren und unsichtbaren Zeugnisse von Ingrid Schlabinger.

20.04.2019 | 14:30 Uhr | Rundgang: Rostocker Geschichte zwischen Petribrücke und Fischerbruch

Samstag
20
April
Uhrzeit: 14:30 Uhr
Ort: vor der Petrikirche
Preis: 5 €
Ermäßigter Preis: 4 €
Dauer: 1,5 h

Etwas abseits der gewöhnlichen Wege erzählt Ingrid Schlabinger von der slawischen Vorgeschichte unserer Stadt, von der Zeit der deutschen Besiedlung und der Entstehung unseres nunmehr 800-jährigen Rostocks, vom historischen Handwerk an der Warnow und dem neugestalteten Petriviertel.

21.04.2019 | 11:00 Uhr | Rundgang: Unterwegs im Rostocker Stadthafen

Sonntag
21
April
Uhrzeit: 11:00 Uhr
Ort: Kröpeliner Tor
Preis: 5 €
Ermäßigter Preis: 4 €
Dauer: 1,5 h

Welche Spuren finden sich noch aus Rostocks Blütezeit als Seestadt? Die wechselhafte Geschichte des Rostocker Hafens wird den Besuchern in einem 90minütigen Spaziergang durch die heutige Rostocker Bummelmeile von Gerd Hosch nahegebracht. Von Reedern, Werften, Speichern und Handelskriegen.

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28.04.2019 | 10:30 Uhr | Rundgang: Bauten von Paul Korff in Rostock

Sonntag
28
April
Uhrzeit: 10:30 Uhr
Ort: Kröpeliner Tor
Preis: 5 €
Ermäßigter Preis: 4 €
Dauer: 1,5 h

Barbara Böhler wird Rostockern und Besuchern der Stadt bedeutende Bauten (Villen, Banken und Kaufhäuser) von Paul Korff erläutern, aber in den Spaziergang auch Häuser mit einbeziehen, bei denen es nicht so bekannt ist, dass dieser Architekt sie schuf. Paul Korff wurde 1875 in Laage geboren, assistierte bei Ludwig Möckel und wirkte auch ca. 20 Jahre in Rostock. Seine eindrucksvollen Bauten verbanden moderne Technologien und Materialien mit historisierenden, meist barocken Bauformen und prägen das Stadtbild Rostocks bis heute.

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